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Bis ins 19. Jahrhundert waren Wasserbauten nur zur Sicherung von Schifffahrt und Flussübergängen üblich. In erster Linie erfolgte dies für militärische Zwecke, später auch für den Handel. So war in der Römerzeit vorerst das Militär zuständig: die Liburner als Schiffsleute und die Beneficarier zur Abwicklung des Verkehrs auf Straße und Wasser. Letztere können daher als "antike Pioniertruppen" bezeichnet werden. Im Mittelalter war den Landesherren der Bau und die Erhaltung der Wasserbauten ein solches Anliegen, dass sie bei Vergabe von Privilegien an Bischöfe, Klöster, Städte und Adelige diese zu einschlägigen Arbeiten verpflichteten. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auch im Innviertel die ersten umfangreichen Regulierungen nach dem großen Hochwasser 1899 begonnen. Mühlheimer Ache mit Lochbach wurden um diesen Zeitraum teilweise reguliert. Der Aushub wurde durchwegs von Hand aus getätigt. Der Materialtransport mit Scheibtruhen, zum Teil mit Rollwagen durchgeführt, wobei für den Transport der Rollwägen auch Pferde eingesetzt wurden.
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